Vitrine 14

Kreuzfahrten mit der “HANSEATIC” 1958-1966 (Hamburg Atlantik Linie)

1958 hatte der in Hamburg lebende dänische Schifffahrtskaufmann Axel Bitsch Christensen die Idee, wieder einen Hamburger Luxusliner in Fahrt zu bringen. Da seine finanziellen Mittel äußerst begrenzt waren, griff er auf ein 1930 am Clyde gebautes Schiff der Canadian Pacific Line zurück, die „Empress of Japan“ (1941 unbenannt in „Empress of Scotland“). Das Schiff wurde bei den Howaldtswerken in Hamburg umgebaut; aus dem altertümlich wirkenden Dreischornsteiner wurde ein Zweischornsteiner im modernen Stromlinienaussehen. Kabinen und Innenräume wurden teilweise im Original belassen. Trotzdem strahlte das Schiff den Zeitgeschmack der 50er Jahre aus. Mit einer Mannschaft, die im Wesentlichen von der Hapag gestellt wurde, und jungem, deutschen Servicepersonal wurde sofort ein erstklassiger Ruf am Markt geschaffen. Da das Schiff zu langsam war, um die lukrativen Reisen von New York in die Karibik zu machen, machte man aus der Not eine Tugend und organisierte die ersten „Flugkreuzfahrten“ mit den neuen Jets ab Miami. 1966 brannte das Schiff in New York aus und wurde 1967 in Hamburg verschrottet.

Eine besondere Rarität stellt die Kunststofftasche aus dem Jahr 1958 dar. Sie wurde an die Reisenden der ersten Klasse als Andenken verteilt. Das von Wagner in Flensburg gebaute Modell konnte an Bord erworben werden. Die Howaldtswerke stellten in ihrem Jahresbericht 1958 die Leistungen am Schiffsumbau heraus. Das „Hamburger Abendblatt“ war mit einer Funkausgabe an Bord präsent. Sie brachte den Reisenden die jeweils neuesten Nachrichten aus aller Welt und von zu Hause. Ein Rasierwasser mit Namen „Hanseatic“ zeugt vom hohen Ansehen der Marke.

Freundliche Leihgabe von:

Petra und Stefan Behn

<< Zur vorherigen Vitrine (Vitrine 13)       Zur nächsten Vitrine (Vitrine 15) >>