Vitrine 29

Die Schiffe der “ALBERT BALLIN”-Klasse 1923-1945 (HAPAG)

Im Gegensatz zum Norddeutschen Lloyd setzte die Hapag nach dem Ersten Weltkrieg nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Wirtschaftlichkeit. Es entstanden vier Fahrgastschiffe der „Albert Ballin“-Klasse („Albert Ballin“, „Deutschland“, „Hamburg“ und „New York“). Neben ca. 1.600 Passagieren konnten diese Schiffe mehr als 10.000 Tonnen Fracht befördern. Sie waren äußerst erfolgreich. Die „Albert Ballin“ überlebte nach der Ablieferung 1945 an die Sowjetunion unter dem Namen „Sowjetski Sojus“ bis in die 80er Jahre.

Gezeigt werden von den Schiffen dieser Klasse diverse Porzellanteile sowie äußerst seltene Gläser. In der 1. Klasse gab es als Höhepunkt der Überfahrt einen „Glockenabend“, bei dem die Passagiere als Souvenir eine kleine Messinglocke erhielten. Besonders selten ist das Porzellan der englischen Firma Spode, das speziell für die 1. Klasse dieser Schiffe angefertigt wurde (normalerweise belieferten nur deutsche Hersteller deutsche Schiffe). Eine Porzellantasse wurde ungewöhnlicherweise mit Bild des Schiffes angefertigt. Es ist unklar, ob sie als Souvenir an Bord verkauft wurde oder ob sie zum regulären Geschirr gehörte.

Freundliche Leihgabe von:

Petra und Stefan Behn

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