Vitrine 38

>Silberschiffe<

800er Silber
gearbeitet vom Goldschmiedemeister
Wolfgang Kretschmann

Die SCHEBECKE (links im Bild; auch Chebeke) ein im 18. Jahrhundert im Mittelmeer vor allem von Piraten und von der französischen Marine gefahrenes Segelschiff. Schebecken hatten einen Rumpf mit scharfem und über Wasser weit vorspringendem Bug und Heck. Daraus resultierte eine schlanke Rumpfform, die das Schiff sehr schnell und für Piraten attraktiv machte.
Die Takelage bestand aus zwei, später auch drei geneigten Masten, an denen lateinische (dreieckige) Segel geführt wurden. Das bis zu 40 m lange, 10 m breite und 3 m tiefgehende Schiff galt als der wesentlich seetüchtigere Nachfolger der Galeere.
 
KORVETTEN (rechts im Bild) entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts als unklassifizierte kleine, schnelle Kriegsschiffe mit geringem Tiefgang. Als kostengünstigere Alternative wurden sie meist mit 10 bis 24 Kanonen kleineren Kalibers bestückt, hatten eine Wasserverdrängung zwischen 400 und 600 Tonnen, verfügten über drei Masten und waren als Vollschiffe getakelt.
Alle Geschütze waren auf dem offenen Hauptdeck aufgestellt. Aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Wendigkeit wurden sie als Kurier- oder Aufklärungsschiffe verwendet. Viele Freibeuter benutzten Korvetten.

 

Freundliche Leihgabe von:

Frau Kretschmann aus Sittensen

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