Vitrine 47

Kreuzfahrten mit “QUEEN MARY” der britischen Cunard Line (1936 bis 2013)

Bereits auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 1930 hatte die Cunard Line den Gedanken gefasst, einen sehr schnellen Transatlantik-Passagierdampfer in Auftrag zu geben. Ausgewählt wurde die schottische Werft John Brown am Clyde. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten musste das Projekt zeitweilig unterbrochen werden, und erst 1936 kam die „Queen Mary“ in Fahrt. Sie eroberte im selben Jahr das „Blaue Band“. In der damaligen Zeit waren die großen Transatlantik-Passagierschiffe das Aushängeschild der jeweiligen Nationen. Die „Queen Mary“ repräsentierte deutlich „Britannia rules the waves“. Während des Zweiten Weltkrieges lief die „Queen Mary“ äußerst erfolgreich als Truppentransporter und wurde 1947 wieder in den Linienverkehr eingestellt. Bis 1967 lief das Schiff für Cunard auf der Route Southampton–New York und machte zum Ende seiner Karriere auch einige Kreuzfahrten. In diesem Jahr erwarb die Stadt Long Beach (Kalifornien) das Schiff als Hotel- und Museumsschiff. In einer letzten abschließenden Kreuzfahrt wurde die „Queen Mary“ in die USA auf eigenem Kiel überführt und kann dort heute noch – als letzter im Originalzustand verbliebener Liner – besichtigt werden.

In der Ausstellung sehen Sie das bekannte kubische Geschirr aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Bakelit-Wasserkanne erinnert daran, dass auch in den 60er Jahren diese Schiffe noch keine Trinkwasserqualität aus dem Hahn hatten, sondern der Steward Trinkwasser bereitstellen musste. Legendär ist die Whisky-Auswahl in den Bars auf diesen Schiffen. Eine besondere Rarität stellt der Kabinenplan unmittelbar nach dem Umbau 1947 für den zivilen Einsatz dar. Das Schiffsbild auf Schmetterlingsflügeln stellt ein typisch britisches Souvenir dar.

Freundliche Leihgabe von:

Petra und Stefan Behn

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