Vitrine 64

>PREUSSEN<

1902

Bauwerft: Joh. C. Tecklenborg, Geestemünde
Reederei: F. Laeisz, Hamburg
Stapellauf: 7. Mai 1902
Jungfernreise: am 31. Juli 1902 nach Iquique, Chile
Vermessung: 147 m Länge ü.a., 16,34 m Breite, 8,26 m Tiefgang
Segel: 47
Segelfläche: 6.806 m²
Geschwindigkeit: max. 20,5 Knoten
Die PREUSSEN wurde 1902 auf der Werft der Joh. C. Tecklenborg AG in Geestemünde (Bremerhaven) aus hochwertigem Siemens-Martin-Stahl gebaut und war das einzige Schiff seiner Art in der Welthandelsflotte. Es war zudem der größte und schnellste Flying P-Liner der Reederei Laeisz, schneller selbst als die Fünfmastbark „POTOSI“, die sie im Südatlantik auf der Heimreise 1906/1907 überholte – das einzige verbriefte Rahfünfmastertreffen auf hoher See.
Die PREUSSEN kollidierte am 6. November 1910 im Ärmelkanal mit dem britischen Dampfer „BRIGHTON“, der vorschriftswidrig vor dem Bug des Seglers kreuzte. Als man sie mit drei Schleppern in den Hafen von Dover bringen wollte, rissen die Trossen wegen aufkommenden Sturms, und die PREUSSEN strandete nach dem vergeblichen Versuch der Besatzung, sie selbstständig freizusegeln, auf den Klippen vor dem rettenden Hafen. Es gelang nicht einmal mit zwölf Schleppern, das Vollschiff zu befreien. Die wertvolle Ladung, unter anderem Klaviere, wurde später abgeborgen. Das Wrack verfiel mit der Zeit.

 

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