Vitrine 66

SS “UNITED STATES” der United States Lines (1952 bis 1969)

Vor dem Zweiten Weltkrieg waren die Amerikaner in der Passagierschifffahrt kaum in Erscheinung getreten. Ende der 40er Jahre verlangten die Militärs aber nach einem schnellen Truppentransporter großer Kapazität. Ergebnis der Überlegungen war die „United States“ der staatlichen United States Line. Beim Bau wurden moderne Leichtbaustoffe wie Aluminium verwendet. Das Schiff wurde auf maximale Feuersicherheit gebaut und hatte angeblich als einzige Holzteile an Bord einen Konzertflügel sowie einen Haublock in der Küche. Das Schiff eroberte auf Anhieb das „Blaue Band“ mit einer Geschwindigkeit von 35,72 Knoten. Während der Probefahrt soll das Schiff aber über 42 Knoten erreicht haben. Vermutlich wird nie wieder ein ziviles Schiff dieser Größe solche Geschwindigkeiten erreichen. Leider war das Schiff ein kommerzieller Misserfolg und wurde bereits 1969 stillgelegt. Noch heute ist der weitgehend ausgeschlachtete Rumpf in den USA erhalten. Diverse Pläne zum Wiederaufbau scheiterten.

Die Vitrine zeigt diverse Speisekarten und Tagesprogramme des Schiffes. Überwiegend wurde das Schiff in der Linienfahrt eingesetzt, machte aber in der Wintersaison auch Karibikkreuzfahrten. Die amerikanische Zeitschrift „Newsweek“ berichtete zur Indienst­stellung des Schiffes. Die Krawatte wurde von der Besatzung an Bord getragen. Spielkarten gaben nahezu alle Passagierschiffsreedereien heraus. Auch Bonbondosen erfreuten sich breiter Beliebtheit. Puzzle sind dagegen deutlich seltener.

Freundliche Leihgabe von:

Petra und Stefan Behn

<< Zur vorherigen Vitrine (Vitrine 64)       Zur nächsten Vitrine (Vitrine 67) >>